15. Juli 2015

Ein Tag in Kyoto

Auf meiner Reise in Japan konnte ich einen Tag lang das wunderschöne Kyoto besuchen. Diese pulsierende Stadt hat nichts von dem alten Charme der japanischen Tradition verloren - wenn man durch die Straßen  geht, kann man für eine Weile wirklich vergessen, in was für einem Zeitalter man sich befindet.
Kyoto ist schließlich auch die Kulturstadt Japans. Man findet in der Stadt sage und schreibe 1600 buddhistische Tempel und 400 Shinto-Schreine!
Wer also nicht unbedingt die blinkende, hektische Metropole Tokyo besuchen will, ist hier wirklich richtig. Kyoto bietet unheimlich viele traditionelle Sehenswürdigkeiten.


Das große Zeichen auf dem Daimonji-Berg bedeutet "groß" und ist weltbekannt. Jedes Jahr wird am 16. August, wenn es bereits dunkel ist, angezündet, zusammen mit vier weiteren Kanji.
Das Feuer geht zurück auf das buddhistische Fest "Obon", welches zur Errettung der verstorbenen Ahnen Seelen gedenkt und diese ehren soll. 
Das Licht soll den Ahnen helfen, zurück in die Geisterwelt zu finden. Denn es wird geglaubt, dass sie an Obon die Welt besuchen.
Wie spektakulär das ganze aussieht, müsst ihr leider googlen, da ich im Frühling dort war. Oder ihr klickt einfach hier: {link}



Der goldene Pavillon wird in Japan Kinkaku-Ji Tempel genannt und hat seinen Namen der vergoldeten Außenwand erhalten. 1950 wurde er durch Brandstiftung zerstört und wieder neu aufgebaut. Der goldene Pavillon ist die bekannteste Sehenswürdigkeit, und gleichzeitig ist er das Wahrzeichen Kyotos.
Der Tempel steht in einem wunderschönen Garten, am Ufer eines Sees. Will man ihn besuchen, so darf man sich auch über die blühende japanische Botanik freuen.





Das Schloss Nijo ist für meine Begriffe absolut unverzichtbar. 
Das 1601 erbaute Schloss darf man betreten, jedoch natürlich keine Bilder schießen. Besonders an diesem Schloss sind zum einen die Nachtigallböden - eine bestimmte Konstruktion, damit beim Laufen über den Boden ein Quietschen erzeugt wird, um Feinde zu entdecken. Zum anderen die aufwändigen Wandmalereien, die Tiger, Reiher, Kirschblüten und vieles mehr zeigen.
Auch zu diesem Schloss gehört ein Garten, der in seiner Größe eigentlich einem Park gleicht. 
1994 wurde das Schloss zudem zu einem UNESCO Weltkulturerbe erklärt.





 Der Kiyomizu-Tempel ist mittlerweile über 1000 Jahre alt und steht nur auf vielen Holzpfeilern. Mitunter ist das der berühmteste Tempel von ganz Japan. Er hat sich schon so sehr etabliert, dass es sogar schon in der Sprache in Japan niedergesetzt hat. Das Sprichwort "Von der Veranda des Kiyomizu-Tempel springen" wird wegen der Höhe der Pfeiler benutzt, wenn man sich zu etwas durchringen will. Auch zu diesem Bauwerk gehört noch mehr als nur der Tempel. Zahlreiche weitere Tempel und Essensstände sind dort anzutreffen.  



Habe ich schon erwähnt, dass man einen Berg hinaufgehen muss, um zum Kiyumizu-Tempel zu gelangen? Das ist in diesem Fall aber alles andere als tragisch. Denn es ist im Grunde genommen eine sehr lange Shopping-Straße, wo man nicht nur schöne Souvenirs, sondern auch alles Mögliche an leckeren Speisen und Getränke bekommt.
Auch auf dieser Straße befindet sich ein Ghibli-Fanartikel-Shop, wo ich mir einen Totoro-Plüshi mitgenommen habe <3







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